SVF SSST: Registerkarte Befundeinstellungen
Einstellungen zu Steuerung des Verhaltens des SSST-Befundes:
Applikationsbezeichnung
Für jede Schnittstelle ist im Feld Applikationsbezeichnung eine eindeutige Bezeichnung zu vergeben.
Die Applikationsbezeichnung dient zur Verbindung von Schnittstelleneinstellungen im SVF, der Importdefinition und der eingehenden Nachricht. Außerdem kann sie als Anzeigebedingung in der Druckvorlage A4hoch Freie Vorlage SSST benutzt werden, wenn für unterschiedliche Sender unterschiedliche Briefköpfe definiert werden sollen.
Die Applikationsbezeichnung muss dem Kürzel der "Sending Application" entsprechen, wie es in der einzulesenden HL7-Nachricht (i. d. R. in MSH-3 – siehe Einstellung Feld für die Applikationsbezeichnung (MSH)), enthalten ist.
Sie wird außerdem als Applikation in der zugehörigen Importdefinition eingetragen. Darüber wird jede eingehende Befundnachricht identifiziert und gesteuert, d.h. darüber werden die entsprechenden Einstellungen und das Subformular zur Speicherung und Werteanzeige zugeordnet.
 
Befundformulartyp
Im Feld Befundformulartyp muss das gewünschte Subformular gewählt werden, das die Befundwerte repräsentieren und speichern soll.
Ab 08042000 soll nur noch das Befundsubformular HL7BE STD Sub verwendet werden. Dieses beinhaltet die unterschiedlichen Nachrichtenstrukturen, Darstellungen und Fremdaufrufe der bisher angebotenen Einzelformulare.
Cbx Globale Angabe der ‚Zentral-KG’ ignorieren/Ersatz für ‚Zentral-KG’:
Der Befund kommt im Status fertig in die Zentral-KG. Die Zentral-KG wird in der Registerkarte Allgemeine Einstellungen global für SSST festgelegt. Wird dieses Kontrollkästchen angekreuzt, so kann für die konfigurierte Schnittstelle eine abweichende KG verwendet werden. Der Name der KG wird im Feld Ersatz für ‚Zentral-KG’ angegeben.
Cbx Einbindung und Darstellung des Befundes in die Fieberkurve (KURV)
Ist dieses Kontrollkästchen aktiviert, wird dieser Befund in der Fieberkurve im angegebenen Abschnitt dargestellt.
Siehe Kapitel Fieberkurvenintegration.
Cbx SSST-Auftragsübersicht nutzen (Verknüpfung Anforderung / Befund)
Sollen Anforderung und Befund in einer gemeinsamen Auftragsübersicht dargestellt werden, dann muss dieses Kontrollkästchen sowohl bei der Anforderung als auch beim Befund aktiviert werden.
Cbx. Beim Befundimport ambulanten Schein, Anfordernde Stelle und Fachabteilung aus der Anforderung ermitteln
Dieses Kontrollkästchen ist nur sichtbar, wenn die Cbx SSST-Auftragsübersicht nutzen (Verknüpfung Anforderung / Befund) aktiviert ist.
Ist dieses Kontrollkästchen aktiviert, wird beim Befundimport zu versucht den ambulanten Schein (nur bei ambulanten Patienten), die Anfordernde Stelle sowie die Anfordernde Fachabteilung aus dem Schein zu ermitteln.
Gelingt dies, wird der Befund dem ambulanten Schein zugewiesen. Die Anfordernde Stelle und Anfordernde Fachabteilung aus der Anforderung werden für die KG-Ermittlung und Arbeitlistenbefüllung (Anfordernde Orgaeinheit1 und anfordernde Orgaeinheit2) herangezogen.Wenn dieses Kontrollkästchen gesetzt ist, sollte in der Importkonfiguration ORBIS-Schein nicht zugewiesen sein, worüber ansonsten versucht würde automatisch einen Schein zu ermitteln.
Bei stationären Patienten werden die anfordernde Stelle und anfordernde Fachabteilung aus der Anforderung ermittelt.
Die Informationen werden für die KG-Ermittlung und AL-Befüllung verwendet.
Cbx Auftragsstatus anzeigen (ORM-Nachrichten)
Dieses Kontrollkästchen ist nur sichtbar, wenn die Cbx SSST-Auftragsübersicht nutzen (Verknüpfung Anforderung / Befund) aktiviert ist.
Ist dieses Kontrollkästchen aktiviert, wird in der SSST-Auftragsübersicht zusätzlich die Registerkarte Auftragsstatus eingeblendet.
Cbx Fertiger Befund löscht Auftrag aus Arbeitsliste ‚Offene Anforderungen’
Dieses Kontrollkästchen ist nur sichtbar, wenn die Cbx SSST-Auftragsübersicht nutzen (Verknüpfung Anforderung / Befund) aktiviert ist.
Dieses Kontrollkästchen muss aktiviert werden, wenn die SSST Anforderung in die Arbeitsliste Offene Anforderungen gestellt wird, da diese sonst für immer dort verbleiben würde.
Formularbezeichnung für Verweise
An dieser Stelle kann eine alternative Formularbezeichnung für KG- und Arbeitslisten-Verweise angegeben werden (z. B. Radiologiebefund). Wird nichts eingetragen, dann wird der externe Formularname pro Sprache (Konfiguration am Formular) verwendet, sind keine sprachabhängigen Formularnamen eingetragen, wird SSST HL7Befund verwendet.
Bezeichnung in Arbeitslisten (Art)
Pro Befundkonfiguration kann eine abweichende ‚Art’ angegeben werden. Diese wird in Arbeitslisten in einer eigenen Spalte angezeigt und kann zur Filterung verwendet werden. Die Art wird auch in anderen Modulen befüllt und i.d.R. mit drei Buchstaben abgekürzt.
Default für SSST ist FRB (=Fremdbefund).
 
Cbx Auftrag zum Befund wurde mit LAWP erstellt
Handelt es sich beim SSST-Befund um einen Laborbefund, wird dieses Kontrollkästchen zusätzlich gesetzt. Sie bewirkt, dass die Spalte Art in den Arbeitslisten mit dem Kürzel LAB versehen wird und das Präfix ‚LAB-‚ der Auftragsnummer vorangestellt wird.
Cbx Auftrag zum Befund wurde mit MAWP erstellt
Handelt es sich beim SSST-Befund um einen Laborbefund, wird dieses Kontrollkästchen zusätzlich gesetzt. Sie bewirkt, dass die Spalte Art in den Arbeitslisten mit dem Kürzel LAB versehen wird.
Subformular Patient / Subformular Fall& Pat-ID
Hier können Subformulare zur Darstellung von Patienten- und Fallinformationen im Befundformular eingetragen werden. Die Formulare werden in der Druckansicht dargestellt.
Wird zudem das Kontrollkästchen Anzeige immer (NICE) aktiviert, werden Subformulare auch in der Bildschirmansicht dargestellt.
Achtung: Die Angabe des Subformulars ist optional, da die Patienten-/Fallinformationen auch in der Druckvorlage parametriert werden können. Sind die Infos jedoch weder in der Druckvorlage parametriert, noch werden Subformulare an dieser Stelle eingetragen, dann würde der Befund OHNE PATIENTENDATEN gedruckt!!
*Rollen, die den Befund auf gesehen setzen dürfen
Als Ergänzung zum ORBIS-Berechtigungskonzept kann für jede Schnittstelle separat festgelegt werden, wer in der Arbeitsliste Fertige Befunde einen eingegangenen HL7-Befund dieser Schnittstelle auf "Fertig, gesehen" setzen und damit aus der Arbeitsliste herausnehmen darf. Die Berechtigungsprüfung geschieht auf der Ebene von Rollen, die dem Benutzer zugeordnet sein müssen.
Rollen, die den Befund stornieren dürfen
Hier kann eine Rolle eingetragen werden. User mit dieser Rolle sind berechtigt, einen SSST-Befund in ORBIS manuell zu stornieren.
Cbx Befund kommt in Arbeitsliste ‚Laboranforderungen’ im Status
Hier kann ein Status eingetragen werden, bei welchem der SSST-Befund zusätzlich in die Arbeitsliste Laboranforderungen gestellt wird. Sie wird nur bei Laborbefunden gesetzt.
Cbx Befund kommt in Arbeitsliste ‚Neuimport’ im Status
Hier können zwei Status eingetragen werden, bei denen der Befund in die Arbeitsliste ‚Neuimport’ gestellt werden. Siehe auch AL Neuimport. i. d. R. Status erstellt und Status fertig.
Cbx Befund kommt NICHT in Arbeitsliste ‚Fertige Befunde’ (im Status fertig)
Dieses Kontrollkästchen ist nur sichtbar, wenn Cbx Befund kommt in Arbeitsliste ‚Fertige Befunde’ im Status (zusätzlich zum Status ‚fertig’) nicht aktiviert ist.
Standardmäßig werden Befunde im Status fertig in die AL Fertige Befunde geschrieben. Wird dies nicht gewünscht, kann dies über dieses Kontrollkästchen deaktiviert werden (z.B. weil die AL vom Haus nicht regelmäßig abgearbeitet wird.)
Cbx Befund kommt in Arbeitsliste ‚Fertige Befunde’ im Status (zusätzlich zum Status ‚fertig’)
Ist dieses Kontrollkästchen aktiviert, kommt der Befund in die Arbeitsliste Fertige Befunde wenn dieser den Status ‚fertig’ oder den im Feld angegebenen Status besitzt.
Auf diese Weise kann erreicht werden, dass auch Vorbefunde im Status erstellt in der Arbeitsliste des Arztes auftauchen und von dort auf gesehen gesetzt werden können.
Befundinhalte:
Im Abschnitt Inhalte wird definiert, welche allgemeinen Inhalte aus der HL7-Nachrichten in den Befund und die Verweise übernommen werden. Die Felder der HL7-Nachrichten können hier manuell angegeben werden, so dass größtmögliche Flexibilität besteht.
Zur Konfiguration der Position an welcher Stelle der HL7-Nachricht die Inhalte ausgelesen werden sollen stehen jeweils fünf Felder zur Verfügung. S = Segment, SW = Segmentwiederholung, F = Feld, FW = Feldwiederholung, K = Komponente.
Werden Segmente bzw. Felder wiederholt und es sollen alle Wiederholungen berücksichtigt werden (dies ist nicht bei jedem Attribut sinnvoll und möglich), dann muss eine 0 (=alle) eingetragen werden. Die jeweiligen Tooltipps im SVF weisen auf die Möglichkeiten hin.
Über die Kontrollkästchen Anz. (Anzeige im Befund), Druck (Druck im Befund), Verw. (Anzeige im KG-Verweis), Besch. (Anzeige in der Beschreibungsspalte in der KG) kann gesteuert werden, wo der aus der HL7-Nachricht ausgelesene Inhalt verwendet wird.
*Applikationsbezeichnung
Geben Sie an, wo die Applikationsbezeichnung aus der HL7-ORU-Nachricht ausgelesen werden soll.
Die Applikationsbezeichnung muss der weiter oben im SVF angegebenen Applikationsbezeichnung entsprechen!
I. d. R. wird die Applikationsbezeichnung in MSH-2 kommuniziert.
*Auftragsnummer
Geben Sie an, wo die Auftragsnummer aus der HL7-ORU-Nachricht ausgelesen werden soll. Die Auftragsnummer wird im Befund und optional im Verweis angezeigt. Hierfür kann ein Prompt konfiguriert werden, welcher in der Anzeige und im Druck der Auftragsnummer vorangestellt wird.
I. d. R. wird die Auftragsnummer in ORC-3 übermittelt.
Cbx Auftragsidentifizierung
Dieses Kontrollkästchen muss immer wie in der Importdefinition gesetzt werden! (siehe Kapitel Befundimportmodus 13.1)
Die Auftragsidentifizierung hat zur Konsequenz, dass beim Speichern des Formulars jeweils ein Datenbankeintrag gemacht wird, der den Fremdschlüssel (Präfix + Auftragsnummer) mit dem angelegten Primitivum (FormularID) in Zusammenhang bringt. Nur darüber können beim Import bestehende Formulare mit gleicher Auftragsnummer gefunden werden.
Wird eine Auftragsidentifizierung gewünscht, sollte auch ein 'Präfix' angegeben werden, das der übermittelten Auftragsnummer in OpenMed (intern) vorangestellt wird, um so sicherzustellen, dass die extern vergebene Nummer in OpenMed systemweit eindeutig ist.
Bei jedem eingehenden Befund wird geprüft, ob zu diesem Fremdschlüssel bereits ein Formular angelegt wurde.
Cbx Formularstorno
Dieses Kontrollkästchen ist nur sichtbar, wenn Cbx Auftragsidentifizierung aktiviert ist.
Identifizierte Formulare werden vom Import nicht überschrieben, sondern das existierende Befundformular storniert und bei jedem Import eine neues Befundformular angelegt. (siehe Kapitel Befundimportmodus 13.1)
Alternative Nummer
Die Alternative Auftragsnummer wird dann verwendet, wenn das angebundene System eigene Auftragsnummern verwaltet und diese für Rückfragen zusätzlich im Befund in ORBIS angezeigt werden sollen.
Die Auftragsnummer wird im Befund und optional im Verweis angezeigt. Hierfür kann ein Prompt konfiguriert werden, welcher in der Anzeige und im Druck der alternativen Auftragsnummer vorangestellt wird.
Die ORBIS-Auftragsnummer ist trotzdem immer verpflichtend anzugeben!
*HL7-Befundstatus
Der HL7-Befundstatus ist für die Steuerung der Arbeitslisten von Bedeutung. In Abhängigkeit des Status werden diese befüllt bzw. Verweise entfernt. (siehe Kapitel 4)
I. d. R. wird der Befundstatus in ORC-5 kommuniziert.
Der HL7-Befundstatus kann
a) immer auf ‚fertig’ gesetzt werden. (Default)
Hierfür die Konfiguration beim HL7-Befundstatus leer lassen.
b) aus der 1:1 Nachricht ausgelesen werden
Hierfür die HL7-Konfiguration angeben und die Mappingtabelle leer lassen.
Achtung: ORBIS unterstützt nur die Status ‚erstellt’ und ‚fertig’ beim Befundimport.
c) aus der Nachricht ausgelesen werden und per Mapping übersetzt werden
Hierfür die HL7-Konfiguration angeben und die möglichen HL7-Werte, die das externe System sendet in der Spalte HL7-Status eingetragen werden.
Befundbezeichnung
Die Befundbezeichnung kann im Befundformular als Überschrift angezeigt/gedruckt werden. Eine Übernahme in den Verweis ist ebenfalls möglich.
Die HL7-Befundbezeichnung kann
a) als Default angegeben
b) aus der Nachricht 1:1 gelesen werden Zusätzlich kann ein Prompt angeben werden.
c) aus der Nachricht ausgelesen werden und per Mapping übersetzt werden
Die Applikationsbezeichnung kann der Befundbezeichnung optional vorangestellt werden.
 
Erweiterter Verweistext
Das Feld Erweiterter Verweistext kann im Befundformular unter der Überschrift angezeigt/gedruckt werden. Eine Übernahme in den Verweis oder die Beschreibungsspalte der KG ist ebenfalls möglich.
Die Besonderheit bei diesem Feld ist, dass der Inhalt aus der HL7-Nachricht in Abhängigkeit eines Suchtextes eingegrenzt werden kann und die Länge im Verweis begrenzt werden kann.
Bei Angabe der Zeilenzahl zur Begrenzung definiert sich eine Zeile auf das HL7-Formatierungszeichen \.br\ im Anzeigetext.
Auf diese Weise kann z. B. eine Vorschau des Befundtextes für den KG-Verweis konfiguriert werden.
Beschreibung
Das Feld Beschreibung kann im Befundformular unter der Überschrift angezeigt/gedruckt werden. Eine Übernahme in den Verweis oder die Beschreibungsspalte der KG ist ebenfalls möglich.
Datum
die folgenden Datumsfelder können im Befund angezeigt/gedruckt werden. Eine Übernahme in den Verweis der KG ist ebenfalls möglich. Pro Datum kann angegeben werden, ob das Datum mit Uhrzeit oder nur das Datum angezeigt wird. Der Prompt für die Anzeige ist jeweils konfigurierbar.
…der Probenentnahme (I. d. R. wird dies in OBR-7 kommuniziert)
…der Auftragserteilung (I. d. R. wird dies in ORC-9 kommuniziert)
…der Auftragsannahme (I. d. R. wird dies in OBR-14 kommuniziert)
…der Befunderstellung (I. d. R. wird dies in MSH-7 kommuniziert)
Das Datum der Befunderstellung ist das relevante Datum für die Übernahme von Befunden mit der Funktion SSST-Erweiterung: Arztbriefübernahme (SSAB). Ist das Datum nicht in der HL7-Nachricht enthalten und es wird nicht für die Eingliederung in die KG benutzt, dann wird es beim HL7-Import mit folgendem Standardwert befüllt (Entlassdatum des Falles, wenn der HL7-Import nach der Entlassung passiert sonst entweder das Anforderungsdatum oder das Aufnahmedatum des Falles).
Es wird empfohlen dieses Datum aus einem Feld der HL7-Nachricht zu importieren, welches immer vom Subsystem befüllt wird.
Cbx Befunderstellungsdatum für KG-Eingliederung verwenden
Ist dieses Kontrollkästchen zusätzlich angekreuzt, wird das Befunderstellungsdatum anstelle des Importdatums für die historische Eingliederung in die KG verwendet.
…des Befundausgangs (I. d. R. wird dies in MSH-7 kommuniziert)
Befunder anzeigen
Der Befunder kann im Befundformular angezeigt/gedruckt werden.
Der Befunder kann wahlweise 1:1 aus der Nachricht übernommen werden (Es werden vom angegebenen Feld die Komponenten 6, 3, 2 ausgelesen.) oder über das ORBIS-Kürzel (Cbx Kürzel) identifiziert werden.
Der Prompt für die Anzeige ist konfigurierbar.
Parameter für die Druckvorlage
Dieser Wert wird als Übergabeparameter 105 (im Subformular mittels S0TextParameter(105) abfragbar) an die Druckvorlage A4hoch Freie Vorlage SSST übergeben werden.
Bezugsdatum zur Berechnung des P/S-Kennzeichens
Cbx wenn im Fallverlauf irgendwann eine P/S-Kennzeichnung erfolgte
Cbx Medizinisches Datum = Datum für die KG-Eingliederung des Befundes = Auftragsannahmedatum
Textdarstellung:
Wie die Beispiele in Kapitel 13.3 exemplarisch zeigen, hängt das Aussehen des Befundes sehr stark von der zur Verfügung gestellten Nachricht und der Konfiguration im SVF SSST ab.
 
Mögliche Einstellungen im SVF SSST:
Folgende Zeilen können getrennt voneinander definiert werden:
Allgemeine Überschrift
Die Überschrift wird über dem Befundtextblock angezeigt. Eine Überschrift kann nur einmal pro Nachricht vorkommen.
Einschränkung bei Suchtext: Diese Einschränkung bezieht sich auf die Überschrift z. B. können für die Überschrift nur OBX-Segmente berücksichtigt werden, die in OBX-2 HL enthalten. Dies ist wichtig, wenn unterschiedliche Befundbestandteile und ggf. Befundanhänge im selben Segmenttyp übermittelt werden.
Gruppierung (I. d. R. OBR, ORC oder OBX -Segmente)
Die Gruppierung stellt eine Zwischenüberschrift dar. Sie gliedert den Befund in Abschnitte. Innerhalb der HL7-Nachrichtenstruktur muss die Gruppierung den zu gruppierenden Segmenten mit dem Ergebniswert übergeordnet sein.
z. B. kann die Bezeichnung der Untersuchung aus dem OBR-Segment als Zwischenüberschrift angegeben werden, welche die Ergebnisse der OBX-Segmente unterhalb des jeweiligen OBR-Segments zusammenfasst.
Segmentwiederholungen (Angabe 0 in der Spalte SW) ist möglich.
Einschränkung bei Suchtext: Diese Einschränkung bezieht sich auf die Gruppierung z. B. können für die Gruppierung nur OBX-Segmente berücksichtigt werden, die in OBX-2 GRP enthalten. Dies ist wichtig, wenn unterschiedliche Befundbestandteile und ggf. Befundanhänge im selben Segmenttyp übermittelt werden.
Achtung: Die Gruppierung wird nur dann angezeigt, wenn in der Nachricht ein entsprechender Wert dazu geliefert wird. Soll die Gruppierung immer angezeigt werden, dann sollte die Gruppierung als Wert und der Wert selbst als Zusatztext konfiguriert werden.
Ergebniswert (I. d. R. OBX oder NTE-Segmente, mit Segmentwiederholung)
Der Ergebniswert kann in mehrere Spalten strukturiert werden. Es sind maximal 6 Spalten möglich. Für jede Spalte kann die Überschrift angegeben werden.
Bei Darstellung des Ergebnisses in mehreren Spalten, müssen sich diese jeweils auf dasselbe Segment beziehen.
z. B. setzt sich eine Zeile aus verschiedenen Feldern des OBX-Segmentes zusammen. Spalte 1 OBX-3, Spalte 2 OBX-5, etc.
Segmentwiederholungen (Angabe 0 in der Spalte SW) ist möglich.
Einschränkung bei Suchtext: Diese Einschränkung bezieht sich auf alle Spalten des Ergebniswertes. z. B. können für den Textbefund nur OBX-Segmente berücksichtigt werden, die in OBX-2 TX enthalten. Dies ist wichtig, wenn unterschiedliche Befundbestandteile und ggf. Befundanhänge im selben Segmenttyp übermittelt werden.
Zusatzinfo (I. d. R. OBX oder NTE-Segmente, mit Segmentwiederholung)
Die Zusatzinfo kann lange Befundtexte enthalten.
In der Darstellung wird die Zusatzinfo unterhalb des Ergebniswertes gruppiert.
Bei einer Nachrichtenstruktur OBX (als Ergebniswert konfiguriert) und untergeordnete NTEs (als Zusatzinfos konfiguriert) würden die NTEs jeweils unter den übergeordneten Inhalten der OBX-Segmente dargestellt werden.
Einschränkung bei Suchtext: Diese Einschränkung bezieht sich auf die Zusatzinfo z. B. können für den Zusatztext nur OBX-Segmente berücksichtigt werden, die in OBX-2 ZS enthalten. Dies ist wichtig, wenn unterschiedliche Befundbestandteile und ggf. Befundanhänge im selben Segmenttyp übermittelt werden.
Über die Spalten S = Segment, SW = Segmentwiederholung, F = Feld, FW = Feldwiederholung, K = Komponente wird konfiguriert von welcher Stelle der HL7-Nachricht die Befundtexte ausgelesen werden. Eine 0 in der Segment- bzw. Feldwiederholung bedeutet, dass alle Wiederholungen ausgewertet werden.
Für jeden Wert kann zusätzlich ein fester Prompt bzw. ein Default (z. B. für Spaltenüberschriften bei tabellarischer Darstellung) angegeben werden.
Besonderheit Lange Befundtexte
Mit langen Befundtexten sind Textbestandteile gemeint, die mehr als 4000 Zeichen pro Feld beinhalten.
Da die Darstellung des Ergebniswertes über einen Textbaustein erfolgt, sind die einzelnen Zellen in der Länge begrenzt.
Lange Befundtexte können daher nicht in der Tabellarischen Ansicht konfiguriert werden. Geeignet für die Aufnahme von langen Texten sind die Felder
Gruppierung
Wert Spalte/Zeile1 (erscheint nur dann, wenn im Feld Wert Spalte1 sowohl Position als auch Breite auf 0 gesetzt werden)
Wert Spalte/Zeile2 (erscheint nur dann, wenn im Feld Wert Spalte2 sowohl Position als auch Breite auf 0 gesetzt werden)
Zusatzinfo
Die Darstellung von Wert Spalte/Zeile1 und Wert Spalte/Zeile2 erfolgt untereinander!
Formatierungsmöglichkeiten:
Spalte Format.
Hier kann für die jeweilige Zeile / Spalte ein Formatierungsbeispiel angegeben werden.
Es werden Schriftart, Schriftgröße, Fett, Kursiv, Durchgestrichen, Hochgestellt, Tiefgestellt, Ausrichtung (Rechts-/Linksbündig, Zentriert, Blocksatz), Zeilenabstand, Schriftfarbe übernommen.
Tipp: In ORBIS stehen folgende Schriftarten zur Verfügung: Times New Roman, Barcode, OCRB, Courier, sowie die Schriftarten Designer1, Designer2, Designer3.
Die Designer-Schriftarten können vom Kunden durch eigene Schriftarten (z.B. wg. Vorgabe eines CI-Designs übersteuert werden. Die Einstellungen hierzu sind in der ORBIS-CNF vorzunehmen.
Beispiel:
[OpenMed2]
Config_Font1=Tahoma
Config_Font2=Verdana
Config_Font3=Comic Sans MS
Position und Breite für Anzeige/Druck
Speziell für Befunde mit tabellarischer Darstellung sind die Positionsangaben für die Darstellung entscheidend. Aber auch für Einrückungen um eine bessere Lesbarkeit zu erreichen können Positionsangaben genutzt werden.
Über die Position wird festgelegt, an welcher Position (horizontal) der Wert im Befund dargestellt wird. Da für die Darstellung in NICE eine wesentlich größere Breite zur Verfügung steht als beim Ausdruck auf DIN A4, können die Positionsangaben für die Anzeige in NICE und für den Druck getrennt konfiguriert werden.
Die Position wird beginnend bei 0 in Millimeter eingetragen, beim Druck ausgehend Seitenrand der Druckvorlage.
Die Breite legt fest, wie viele Millimeter ab der Positionsangabe für das Textfeld zur Anzeige gebracht werden, bevor ein Zeilenumbruch gemacht wird.
Die Breite 0 bedeutet, dass das Feld bis zum Seitenrand des Bildschirms bzw. der Druckvorlage gezogen wird.
Farbwerte (Hintergrundfarbe für Zeilen)
Um die Lesbarkeit bei Tabellarischen Befunden zu verbessern können getrennt für die Anzeige in NICE und den Ausdruck Farbwerte für gerade und ungerade Zeilen angegeben werden. Die Farbwerte beziehen sich auf die Ergebniswert-Zeilen.
Die Angabe der Farbwerte erfolgt nach RGB. Wird nichts angegeben, wird keine Hintergrundfarbe angezeigt.
Beispielwert + Darstellung:
Funktion Vorschau einschalten / Vorschau ausschalten
Die Funktion Vorschau einschalten soll die Konfiguration der Befundtexte erleichtern.
Die Vorschau bezieht sich auf die Darstellung in NICE.