Zugänge
Als Zugänge werden alle Katheter, Schläuche, Tuben, Sonden und ähnliches bezeichnet, die eine Verbindung zwischen einem Kompartiment des Körperinneren und der Außenwelt herstellen.
Prinzipiell kann unterschieden werden zwischen Zugängen, die Signale leiten (zum Beispiel Hirndrucksonde), und solchen, die zum Substanz-Transport nutzbar sind (venöse Zugänge, Drainagen, etc.). Es spielt dabei keine Rolle, welche Substanzen über einen Zugang transportiert werden oder in welche Richtung und mit welchem Antrieb der Transport erfolgt. In vielen Fällen können sich diese Charakteristika bei unverändertem Zugang sogar dynamisch ändern oder gleichzeitig zutreffen.
Der Zugang beschreibt die äußere Hülle, die ein oder mehrere Lumen enthalten kann. Ein Lumen beschreibt den Katheter "von innen".
Ein Zugang mit einem blinden Lumen ist ein Messfühler
Der Standardzugang hat lediglich ein Lumen
Spezielle Katheter wie Spülkatheter oder ZVK können mehrlumig sein
Im System werden folgende Attribute eines Zugangs unterschieden:
Durchmesser – Der Außendurchmesser des Katheters oder der Sonde.
Zugangsort – Die Eintrittsstelle des Katheters oder der Sonde.
Anatomische Seite – Bei paarigen Eintrittstellen die ausgewählte Seite.
Lumen – Ein oder mehrere im Katheter vorhandene röhrenförmige Strukturen, die eine Verbindung zwischen der Mündung und dem äußeren Anteil des Katheters bereitstellen.
Zielsystem des Lumens. Das durch das jeweilige Lumen erschlossene Körperkompartiment.
Lage der Lumenmündung – Spezifischer anatomischer Ort, an dem die Lumenspitze zum Liegen kommt.
Durchgängigkeit des Lumens – Dient der Unterscheidung von Lumen, die für Substanztransport genutzt werden können, gegenüber den Verhältnissen in Sonden, die lediglich Signale übermitteln.
Die in der Konfiguration angegebenen Vorgabewerte für diese Attribute können vom Benutzer bei der Dokumentation noch verändert werden.