Bilanzen
Bilanzen ermöglichen es, Einfuhr und Ausfuhr von Substanzen automatisch aus dokumentierten Medikamentenverabreichungen und Messwerten abzuleiten, und den resultierenden Saldo zu errechnen.
Bilanzkategorien bestimmen, zu welcher Substanz oder welchem Prinzip diese Veränderungen mit Hilfe einer Bilanz betrachtet werden sollen. Aus dem klinischen Alltag ist zum Beispiel die Bilanzkategorie "Flüssigkeit" bekannt, die die Einfuhr und Ausfuhr von Flüssigkeit beschreibt. Manchmal werden aber auch Bilanzen über den Stickstoffhaushalt, Elektrolyte oder andere Entitäten geführt. In ORBIS Anesthesia steht es Ihnen frei, beliebige Bilanzkategorien einzurichten.
Sie können die einzelnen Beiträge zu einer Bilanzkategorie mit Hilfe von Bilanzgruppen organisieren, um einen besseren Überblick über die wesentlichen Komponenten des Bilanzergebnisses zu ermöglichen.
Die einzelnen Bilanzobjekte, deren Durchführung in der Berechnung berücksichtigt werden soll, können diesen Bilanzgruppen zugeordnet werden, und gehen damit in die Teilsummen der entsprechenden Bilanzgruppe ein.
Sie können folgende Objekte einer oder mehreren Bilanzkategorien zuordnen:
Medikamente
Messungen (zum Beispiel Urin, Magensaft)
ORBIS Medication Produkte (zum Beispiel Dobutamine).

Anmerkung

Note Label
Beachten Sie bitte, dass der Beitrag eines Objektes zu einer bestimmten Bilanzkategorie nicht notwendigerweise ausschließlich durch seine rein physikalischen Eigenschaften bestimmt ist. Durch die biologische Wechselwirkung von hyper- und hypoosmolaren Infusionslösungen im Körper sind – je nach betrachteter Bilanzkategorie – trotz gleicher Ein- und Ausgabeeinheit erheblich abweichende Faktoren zu konfigurieren. Beispiel: Bilanzkategorie „Intravasale Volumenzufuhr in ml“ - 100 ml Kochsalzlösung 0,9 % sind wegen der Verteilung auf die verschiedenen Flüssigkeitskompartimente nur als 33 ml intravasales Volumen anzurechnen. Aus diesem Grund werden aus den Angaben zur Volumenumrechnung keine Faktoren für Bilanzen automatisch abgeleitet.