Der Vidierungsprozess
Die medizinischen Dokumente Anamnese, Status, Dekurs, OP-Bericht und Arztbriefe müssen nach ihrer Fertigstellung in ORBIS von einem Arzt oder einer entsprechend autorisierten Kraft vidiert werden.
Hierdurch werden diese Dokumente - durch die Endanwender unabänderlich – in der elektronischen Patientenakte abgelegt. Gegebenenfalls sind sie über die Fachkrankengeschichte und über die Zentrale Krankengeschichte wieder aufrufbar. Bei Korrektur oder Stornierung sind die ursprünglichen vidierten Dokumente weiterhin aus den genannten Krankengeschichten aufrufbar und können für einen Vergleich zu der vollzogenen Korrektur herangezogen werden. Vor dem Vidieren der genannten medizinischen Dokumente haben diese lediglich Entwurfscharakter. In bestimmten Ländern ist es üblich, dass neben dem behandelnden Arzt zusätzlich auch Oberarzt und Chefarzt Arztbriefe und OP-Berichte gegenzeichnen.
Bei sechs Unterzeichnern werden zwei Reihen mit je drei Unterschreibenden angeboten. Der Arztbrief wird in der ersten oberen Reihe rechts beginnend nach links und dann in der unteren Reihe von rechts nach links nacheinander von den beteiligten Mitarbeitern gegengelesen.
Unterschreibende
ORBIS unterstützt das Gegenlesen des Arztbriefes von bis zu sechs Unterzeichnern (einem, drei oder sechs). Anamnese, Status, Dekurs und OP-Bericht unterstützt bis zu drei Unterzeichner.
Bei drei Unterzeichnern wird links der Arzt mit dem höchsten Rang, rechts mit dem niedrigsten Rang eingetragen.
Die Eingabe mindestens eines Unterschreibenden ist zwingend. Wenn im Arztbrief kein Unterschreibender eingetragen ist, wird dies nun direkt bei den Zusatzinfos > Nachrichten als Hinweismeldung angezeigt.
Elektronische Vidierung
Das Gegenlesen erfolgt auf elektronischem Wege, indem der Ersteller des Arztbriefes das Kontrollkästchen Gesehen unter seinem Namen aktiviert und anschließend auf die Schaltfläche Vidierung klickt. Dies stellt das Dokument dem nächsten Unterschreibenden in die Liste Vidierung und so weiter. Der letzte Unterschreibende (ein Arzt oder eine entsprechend autorisierte Kraft) übt die finale Vidierung des Dokuments aus, indem er auf Vidieren klickt.
Wenn im Systemformular die Option
Änderung des Arztbriefinhaltes im Status Vidierung bewirkt Löschen der Gesehen-Kontrollkästchen aktiviert wurde, können Änderungen während dieses Arbeitsablaufes bis zum Vidieren nur gemacht werden, nachdem der Arztbrief durch Klick auf die Schaltfläche

entsperrt wurde und dadurch alle Kontrollkästchen
Gesehen deaktiviert wurden. Durch Klick auf die Schaltfläche
Vidierung wird das Dokument wieder dem ersten Unterschreibenden in die Liste
Vidierung gestellt. Wenn die Schaltfläche nicht aktiviert wurde, müssen die Kontrollkästchen
Gesehen manuell vom Anwender deaktiviert werden.
Um ein medizinisches Dokument zu vidieren, muss der Arzt ein Passwort eingeben. Je nach Konfiguration von ORBIS können Ärzte medizinische Berichte, Statusberichte, Dekurse und OP-Berichte auch ohne Passwort vidieren. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie bei Ihrem Administrator.
Unterschrift per Hand
Die Ärzte können medizinische Dokumente auch per Hand unterschreiben. In diesem Fall druckt das Sekretariat die Arztbriefe aus und legt sie zur Unterschrift vor. Eine spezielle Sekretärin mit spezifischen Berechtigungen vidiert und signiert elektronisch alle handschriftlich unterschriebenen medizinischen Dokumente, um den Workflow abzuschließen und die Dokumente in der Krankengeschichte des Patienten zu speichern.
Weitere Informationen zu den Workflows der medizinischen Dokumentation finden Sie unten im Abschnitt Siehe auch.