Stellen eines Dispensers
Der „Tag“ des Dispensers setzt sich aus den konfigurierten Tageszeiten zusammen und ergibt immer 23 Stunden und 59 Minuten, allerdings nicht zwingend von 00:00 bis 23:59.

Tipp

tip Label
Die Definition eines „Tages“ im Bezug auf einen Medikamentendispenser orientiert sich an der Konfiguration der Tageszeiten in Ihrer Betriebsstätte.
Je nach Konfiguration kann es also sein, dass der „Tag“, für den der Dispenser gestellt bzw. ausgegeben wird, auch Medikamente enthält, die erst am Folgetag einzunehmen sind. Dies ist insbesondere der Fall, wenn Medikamente am frühen Morgen (z. B. 01:00 Uhr) einzunehmen sind. Da die Medikamentenausgabe meist zu einer späteren Uhrzeit am Tag erfolgt (im Frühdienst), ergibt es im klinischen Alltag Sinn, Einnahmen für die Nacht bereits am Vortag im Dispenser zu stellen.
Es wird empfohlen, in den Einstellungen der Stellliste festzulegen, dass beim Scannen eines Medikamentendispensers nur diejenigen Medikamente angezeigt werden, die im Dispenser gestellt werden sollen. Andernfalls werden auch Einzeldosen angezeigt, was ggf. nicht dem gewünschten Prozess entspricht.

Abgabemodus von Medikamentendispensern

Beim Vorgang für das Stellen von Medikamenten vor der Verabreichung erfolgt die Abgabe des Medikamentendispensers eines Patienten standardmäßig für einen Tag. Im Rahmen des Closed-Loop-Workflows kann die Abgabe des Medikamentendispensers eines Patienten auch nach Tageszeit erfolgen.
Der Abgabemodus kann auf zwei Arten festgelegt werden:
Manuell von Fall zu Fall und pro Patient anhand der im Anwendungsbereich Stellliste verfügbaren Schaltfläche.
Nach Konfiguration.
Toleranzfrist für die Abgabe
Für eine bestmögliche Anpassung an den Arbeitsrhythmus des Pflegepersonals kann der Medikamentendispenser während eines bestimmten Zeitraums vor dem eigentlichen Beginn der Tageszeit ausgegeben werden.
Diese Toleranzfrist wird durch eine Systemeinstellung auf globaler Ebene oder auf Organisationseinheitsebene festgelegt. Weitere Informationen zum konfigurierten Zeitraum erhalten Sie bei Ihrem Systemadministrator.
Wenn Sie das Etikett für den Medikamentendispenser des Patienten einscannen und für diesen die Abgabe nach Tageszeit festgelegt ist, wird die Toleranzfrist überprüft.

Stellen

1. Wenn Sie das Etikett eines Medikamentendispensers scannen, wird ausschließlich die Medikation des mit dem Barcode verknüpften Patienten und der entsprechende Tag angezeigt.
Wenn die Abgabe des Medikamentendispensers für den betreffenden Patienten nach Tageszeit festgelegt ist, gibt ORBIS an, zu welcher Tageszeit er ausgegeben werden muss.

Anmerkung

Note Label
Wenn ein Dispenseretikett für einen Tag in der Vergangenheit gescannt wird, informiert ORBIS Sie darüber: Das eingescannte Etikett bezieht sich auf ein Verabreichungsdatum in der Vergangenheit.
Das Stellen von Medikamenten für vergangene Tage ist nicht möglich.
Bei einem validen Verabreichungsdatum werden Ihnen die zu stellenden Medikamente angezeigt.
2. Wenn Sie anschließend die PZN/PPN einer Medikamentenpackung scannen (nur DE, AT), überprüft ORBIS, ob das gescannte Medikament verordnet wurde.
Wenn das Medikament nicht verordnet wurde, werden Sie anhand einer Meldung darüber informiert, um eine Fehlmedikation zu verhindern: Das eingescannte Medikament ist nicht Teil der Verordnung. Scannen Sie ein verordnetes Medikament ein.
Wenn Sie die PZN/PPN eines verordneten Medikaments scannen (Dosis und Medikament stimmen überein), wird der Anwendungsbereich der Details für die betreffende Anordnung angezeigt. Dies signalisiert Ihnen, dass Sie die richtige Medikationspackung in der Hand halten. Im Anwendungsbereich der Details werden noch einmal alle Informationen zur Anordnung und der zu stellenden Medikation angezeigt.
3. Nun können Sie die Medikamente anhand der Informationen auf dem Bildschirm korrekt im Medikamentendispenser hinterlegen.
4. Durch erneutes Scannen der Medikamentenpackung werden die Einnahmen als gestellt dokumentiert (bei einer Abgabe nach Tageszeit bestätigen Sie die Abgabe der Tageszeit, und alle Einnahmen der Tageszeit werden als ausgegeben dokumentiert).
Dieser Vorgang kann mit allen weiteren Anordnungen wiederholt werden, bis der Dispenser vollständig gestellt ist.
Anschließend können Sie den Medikamentendispenser für einen anderen Patienten scannen und den gleichen Vorgang wiederholen.

Anmerkung

Note Label
Bei einer INN-Verordnung werden nur die PZN/PPN vom System akzeptiert, die in ORBIS ADM Logistik festgelegt wurden (nur DE, AT). Ist dies der Fall, so wird im Anwendungsbereich der Details diese PZN angezeigt.
Der optionale Kontrollvorgang kann, um dem 4-Augen-Prinzip gerecht zu werden, auf einer separaten Registerkarte der Stellliste durchgeführt werden. Dabei kann der zuvor beschriebene barcodegestützte Vorgang des Stellens auch zur Kontrolle verwendet werden.

Anmerkung

Note Label
ORBIS informiert Sie darüber, wenn das Verfallsdatum der gescannten Packung überschritten wurde. Da diese Information nicht in der PZN enthalten ist, sondern nur in der PPN, wird entsprechend keine Information hierzu beim Scannen der PZN angezeigt (nur DE, AT).