Sicherheitshinweise: Arten
ORBIS und das Arzneimittelverzeichnis können eine Vielzahl von Sicherheitshinweisen erzeugen:
Art des Sicherheitshinweises
Beschreibung
Allergie
Diese Art von Sicherheitshinweis warnt den Arzt vor Risiken beim Verordnen eines Medikaments für einen Patienten, zu dem in ORBIS Medication über ORBIS ME! eine Allergie angegeben wurde.
Sicherheitshalber überwachen
Diese Art von Sicherheitshinweis ist eine Reklassifizierung von Sicherheitshinweisen, die vom Arzneimittelverzeichnis ermittelt wurden. Es handelt sich dabei um Produkte mit speziellen Eigenschaften, die der Verordner berücksichtigen muss.
Sicherheitshalber kontraindiziert
Diese Art von Sicherheitshinweis ist eine Reklassifizierung von Sicherheitshinweisen, die vom Arzneimittelverzeichnis ermittelt wurden. Es handelt sich um nicht empfohlene Kombination von Produkten.
Kontraindiziert
Ein Kontraindiziert-Sicherheitshinweis kann für eine Kombination aus gewähltem Produkt und den klinischen Daten eines Patienten (Alter, Gewicht, Geschlecht, Allergie, Diagnosen, etc.) ermittelt werden. Diese Sicherheitshinweise können eine folgende Unterklassifizierung haben:
Absolut
Relativ
Die Kontraindiziert-Sicherheitshinweise können ebenfalls Interaktions-Sicherheitshinweise sein, die von ORBIS als „kontraindiziert” reklassifiziert wurden.
Indikation der Gruppe 3
Dieser Sicherheitshinweis wird generiert, wenn im Rahmen der Anordnung eines kostenintensiven Produkts eine Indikation der Gruppe 3 ausgewählt wurde. Diese Indikation wird über Medikamentenverwaltung > Indikationen konfiguriert und im Datenblatt des entsprechenden Produkts angezeigt.
Wechselwirkung
Die Sicherheitshinweise zu den Wechselwirkungen werden bei der Verordnung von Produkten generiert, die eine nicht gewünschte und für den Patienten möglicherweise gefährliche Reaktion auslösen können.
Die ermittelten Sicherheitshinweise zu den Wechselwirkungen weisen nicht den Typ Wechselwirkung auf. ORBIS bestimmt automatisch eine neue Art für die Wechselwirkungen, gemäß den Informationen aus der Datenbank und dem Schweregrad der Wechselwirkung. Die möglichen Arten für die Wechselwirkungen sind:
Kontraindiziert
Sicherheitshalber kontraindiziert
Überwachung/Anpassung notwendig
Sicherheitshalber überwachen
Physikalisch-chemische Wechselwirkung
Diese Art von Sicherheitshinweis warnt den Arzt vor einem Risiko von Wechselwirkungen zwischen zwei Produkten (Risiko, jedes Medikament zu verfälschen oder die erwarteten Effekte der einzelnen Medikamente zu beeinträchtigen, wenn sie gemeinsam verordnet werden), wenn sie über den gleichen Verabreichungsweg verordnet werden.
Duplikat
Dieser Sicherheitshinweis wird vom Arzneimittelverzeichnis generiert, wenn zwei identische Medikamente (gleicher Wirkstoff und gleiche Dosis) verordnet werden.
Spezialüberwachung
Dieser Sicherheitshinweis wird bei der Anordnung eines Produkts generiert, für das im Datenblatt auf der Registerkarte Verordnung > Einstellungen das Kontrollkästchen Sonderbeobachtung aktiviert wurde.
Keine Verbindung
Dieser Sicherheitshinweis warnt den Arzt vor einem Verbindungsproblem mit dem Arzneimittelverzeichnis, das die Überprüfung der Anordnungen seitens des Arzneimittelverzeichnisses verhindert.
Dosierung
Dieser Sicherheitshinweis wird bei der Anordnung eines Produkts generiert, dessen Minimal- oder Maximaldosis auf der Registerkarte Dosierung der Registerkarte Verordnung des Datenblatts konfiguriert, aber nicht eingehalten wurde.
Wenn im Datenblatt keine Prüfdosierung angegeben ist, sind die Arzneimittelverzeichnisse VIDAL, VIDAL VMP oder Thériaque verantwortlich für die Ermittlung der dosierungsrelevanten Sicherheitshinweise. Wenn mindestens eine Prüfdosierung im Datenblatt angegeben ist, ist ORBIS verantwortlich für die Ermittlung der dosierungsrelevanten Sicherheitshinweise. Die durch VIDAL, VIDAL VMP oder Thériaque ermittelten dosierungsrelevanten Sicherheitshinweise zeigen eine Unterart an. Diese Sicherheitshinweise werden nach Überdosierung oder Unterdosierung gruppiert.
Überwachung/Anpassung notwendig
Die Sicherheitshinweise der Art „Überwachung/Anpassung notwendig” können entweder direkt vom Produkt kommen oder Wechselwirkungs-Sicherheitshinweise sein, die ORBIS neu klassifiziert hat. Diese Sicherheitshinweise werden vom Arzneimittelverzeichnis ermittelt.

Anmerkung

Note Label
Wenn das Alter eines Patienten nicht in seiner Akte angegeben ist, wird dem Patienten standardmäßig das Geburtsdatum 01.01.1800 um 00:00 h zugeordnet. Dies kann einen Sicherheitshinweis der Art „Überwachung/Anpassung notwendig” für Produkte auslösen, die nicht für ältere Leute empfohlen werden.
Ungelistetes Produkt
Dieser Sicherheitshinweis wird bei der Anordnung eines Medikaments außerhalb der Hausliste generiert.
Ungesicherte Verordnung
Dieser Sicherheitshinweis wird bei der Anordnung eines Medikaments generiert, das nicht durch das Arzneimittelverzeichnis gesichert ist.
Teilweise gesicherte Verordnung
Dieser Sicherheitshinweis wird generiert, wenn klinische Daten fehlen (z. B.: Gewicht des Patienten), die das Arzneimittelverzeichnis benötigt, um die Anordnung vollständig zu sichern.
Redundanz
Dieser Sicherheitshinweis wird generiert, wenn zwei Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff verordnet werden.

Anmerkung

Note Label
Ein Redundanz-Sicherheitshinweis kann die Unterart Mögliche Allergie haben, um zu kennzeichnen, dass eine allergische Reaktion aus der Verabreichung der Produkte resultieren kann.
Reserviert für bestimmte Stationen
Dieser Sicherheitshinweis wird bei der Verordnung eines Produkts generiert, das in seinem Datenblatt für die Verwendung in einer anderen Organisationseinheit des gleichen Krankenhauses konfiguriert wurde.
Nur stationär
Dieser Sicherheitshinweis wird bei der Anordnung eines Produkts generiert, für das im Datenblatt auf der Registerkarte Verordnung > Einstellungen das Kontrollkästchen Nur Krankenhausmedikation aktiviert wurde.
Betäubungsmittel
Dieser Sicherheitshinweis wird bei der Anordnung eines Produkts generiert, für das im Datenblatt auf der Registerkarte Allgemein das Kontrollkästchen Betäubungsmittel aktiviert wurde.
Vorübergehende Nutzungszulassung
Dieser Sicherheitshinweis wird bei der Anordnung eines Produkts generiert, für das im Datenblatt auf der Registerkarte Verordnung > Einstellungen eine vorübergehende Nutzungszulassung eingestellt wurde.
Globale Verwendung
Dieser Sicherheitshinweis wird bei der Anordnung eines Produkts generiert, das nicht in der Hausliste des Benutzers gelistet ist, sondern in der globalen Hausliste.
Verwendung im Krankenhaus
Dieser Sicherheitshinweis wird bei der Anordnung eines Produkts generiert, das nicht in der Hausliste des Benutzers gelistet ist, sondern in der globalen Hausliste.
Verwendung in der Organisationseinheit
Dieser Sicherheitshinweis wird bei der Anordnung eines Produkts generiert, das nicht in der Hausliste des Benutzers gelistet ist, sondern in der Hausliste einer Organisationseinheit.

Sicherheitshinweise aus den Arzneimittelverzeichnissen VIDAL, VIDAL VMP und Thériaque

Art des Sicherheitshinweises
Beschreibung
Frau im gebährfähigen Alter
Dieser Sicherheitshinweis wird generiert, wenn die Patientin eine Frau im Alter zwischen 10 und 60 Jahren ist und ein Datum der letzten Regel nicht bekannt ist oder weniger als 5 Wochen beträgt.

Anmerkung

Note Label
Die Erfassung des Datums der letzten Regel einer Patientin ist nur in ORBIS ME! möglich (im Anwendungsbereich Information der Patientenakte).

Einschränkung

restriction Label
Nur für die Arzneimittelverzeichnisse VIDAL, VIDAL VMP und Thériaque
Schwangerschaft
Dieser Sicherheitshinweis wird generiert, wenn die Patientin eine Frau im Alter zwischen 10 und 60 Jahren ist und das Datum ihrer letzten Regel 5 Wochen oder länger zurückliegt.

Anmerkung

Note Label
Die Erfassung des Datums der letzten Regel einer Patientin ist nur in ORBIS ME! möglich (im Anwendungsbereich Information der Patientenakte).

Einschränkung

restriction Label
Nur für die Arzneimittelverzeichnisse VIDAL, VIDAL VMP und Thériaque
Stillzeit
Dieser Sicherheitshinweis wird generiert, wenn die Patientin eine Frau im Alter zwischen 10 und 60 Jahren ist und Informationen zum Stillen erfasst wurden.

Anmerkung

Note Label
Die Erfassung von Informationen zum Stillen für eine Patientin ist nur in ORBIS ME! möglich (im Anwendungsbereich Information der Patientenakte).

Einschränkung

restriction Label
Nur für die Arzneimittelverzeichnisse VIDAL, VIDAL VMP und Thériaque
Dosierung

ACHTUNG

caution-patient-safety Label
Weitere Informationen zu den Sicherheitswarnungen finden Sie im Kapitel Anweisungen, Warnungen und Sicherheitshinweise bezüglich des Arzneimittelverzeichnisses:
Verwaltung der dosierungsrelevanten Sicherheitshinweise im Rahmen der Verwendung der Arzneimittelverzeichnisse VIDAL, VIDAL VMP, Thériaque, MMI AMTS mit VMP und Flycicle Vision®
Verwendung der Referenzeinheit und des Verabreichungswegs aus den Arzneimittelverzeichnissen VIDAL, VIDAL VMP, Thériaque, MMI AMTS mit VMP und Vision®
Verwendung und Bearbeitung der Produkt-IDs durch das Arzneimittelverzeichnis
Inkompatibilität
Dieser Sicherheitshinweis wird generiert, wenn zwischen zwei Anordnungen eine Inkompatibilität auftritt.

Sicherheitshinweise aus dem Arzneimittelverzeichnis MMI

Art des Sicherheitshinweises
Beschreibung
PRISCUS
Dieser Sicherheitshinweis wird bei der Anordnung eines potenziell für ältere Personen ungeeigneten Produkts generiert. Das Produkt wird in PRISCUS-Liste aufgeführt. Wenn für einen Patienten ab einem bestimmten Alter ein nicht angemessenes Medikament verordnet wird, erzeugt das Arzneimittelverzeichnis MMI eine PRISCUS-Warnung, um den Arzt zu warnen.
Niereninsuffizienz
ORBIS überprüft Anordnungsrisiken bei Personen mit Niereninsuffizienz. Abhängig vom für den Patienten bekannten Serumkreatininwert (angegeben in µmol/l oder mg/dl) erzeugt das Arzneimittelverzeichnis MMI einen Sicherheitshinweis, dass der Arzt die Dosis anpassen muss.

Sicherheitshinweise aus dem Arzneimittelverzeichnis Diagnosia

Art des Sicherheitshinweises
Beschreibung
Stillzeit
Dieser Sicherheitshinweis wird generiert, wenn das Medikament während der Stillzeit ein Risiko für das Kind darstellt.
Schwangerschaft
Dieser Sicherheitshinweis wird generiert, wenn das Medikament eine teratogene Wirkung aufweist.