Die psychiatrischen Komplexcodes
Seit 01.01.2010 muss für stationäre psychiatrische und psychosomatische Behandlungen die Einstufung der Psychiatrie-Personalverordnung (Psych-PV) erfasst werden, sowie die Umsetzung in Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS) erfolgen.
Die OPS generieren sich aus folgenden Kriterien:
• den Behandlungsbereichen (erfasst über den Modul PSPV)
• Anzahl der Therapieleistungen der einzelnen Berufsgruppen zu einem bestimmten Datum (erfasst über STRL oder PSAP)
• Zeitschiene von normalerweise jeweils 7 Tagen ab Aufnahme
• 4 Berufsgruppen, die Therapieleistungserbringer sind
Das Modul PSYKO berechnet die entsprechenden OPS einerseits aus den obengenannten Daten, und andererseits durch die Auswertung des Zeitbereiches, in dem ein Behandlungsbereich gültig ist.
Hierzu berechnet ein zeitgesteuerter Report fallweise die Daten und erzeugt die OPS, die dann auch per §301 SGB V übermittelt werden und ebenso für die Datenlieferung an das InEK (Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus) zur Verfügung stehen.
Diese leistungsorientierten OPS dienen lediglich der Datensammlung, um die Kalkulation der Entgelte nach der Entgeltreform in der Psychiatrie durchführen zu können.
Zusammen mit der Erfassung der Psych-PV-Behandlungsbereiche bilden die Komplexcodes derzeit die Grundlage der Entgelte-Kalkulation.
In einzelnen Bereichen kann zusätzlicher Betreuungsaufwand in einem definierten Zeitraum summiert werden und führt dann zu einem Zusatzcode, der verschlüsselt werden kann.
Alle OPS, außer den Zusatzcodes 9-641, 9-642 und 9-690, werden durch die PSYKO-OPS-Generierung im Chronoserver berechnet und erzeugt.