ORBIS Infektionsmanagement (BDIM) ORBIS Infektionsmanagement Der Workflow des Infektionsmanagements
Der Workflow des Infektionsmanagements
Hier wird eine schematische Übersicht über den Workflow des Infektionsmanagements in ORBIS aufgezeigt:
Aus der Patientensuche oder aus der Stationsgrafik heraus wird das Formular Infektionsmanagement aufgerufen. Von diesem Übersichtsschirm wird eine Infektionsmeldung (z.B.: Harnwegsinfektion) geöffnet und ausgefüllt. Mit der vorhandenen Option kann diese Infektionsmeldung als nosokomial registriert werden. Wird ein Eintrag in das Bemerkungsfeld eingegeben und An Hygiene ausgewählt, so wird nach dem Speichern die Infektionsmeldung mit der Nachricht in die AL Hygiene gestellt. Nachdem der Hygieniker die Nachricht gelesen hat, kann dieser eine Antwort in demselben Feld eintragen und dem Arzt (mit der Einstellung An Arzt) in die AL Vidierung zurückschicken. Handelt es sich bei dem Erreger um einen multiresistenten Erreger, kann aus der Infektionsmeldung die Infektions-Überwachung aufgerufen werden, um dort die Kontaktpatienten zu sehen, Isolierungen und Sanierungen zu dokumentieren und eigene Handlungsleitlinien oder Hygienepläne aufzurufen.
Ist eine Isolierung erfasst, sollte der pflegerische Mehraufwand über das Formular MRE Komplexbehandlung dokumentiert werden, um bei einem täglichen Durchschnittsaufwand von mehr als 120 Min den DRG relevanten OPS 8-987 zu codieren und somit einen höheren DRG Erlös zu realisieren.

Anmerkung

Note Label
ORBIS ermöglicht die Berechnung der richtigen Schlüssel für nicht-MRE, aufgrund der 2016 von DIMDI veröffentlichten Schlüssel für isolationspflichtige nicht-multiresistente Erreger (Rotaviren, Noroviren etc.). Auch für diese OPS-Schlüssel wird automatisch der richtige Schlüssel anhand der dokumentierten Tage berechnet und in den DRG Workplace überführt.
Bei der Dokumentation muss einmalig festgelegt werden, ob es sich um einen MRE oder nicht MRE handelt. Wählt man nicht MRE aus, werden keine durchschnittlichen Minutenwerte angezeigt und es werden Merkmale dokumentiert. Man kann pro Tag die Einstellung für MRE oder nicht MRE ändern. Somit würde das System zwei OPS-Schlüssel generieren.
Wenn eine meldepflichtige Krankheit nach §§ 6,8,9 IfSG registriert wurde, kann über den Bogen Meldepflichtige Krankheiten, welcher aus dem Infektionsmanagement aufgerufen wird, diese den gesetzlichen Anforderungen entsprechend dokumentiert und bei Bedarf auch anonymisiert ausgedruckt werden. Spezielle Formulartypen, wie z.B: Aviäre Influenza, Meldepflichtige Krankheiten von Brandenburg, Meldepflichtige Krankheiten von Sachsen, aber auch Selbsterstellte können über diesen Bogen aufgerufen werden.
Die vidierten Formulare erscheinen in der Krankengeschichte des Patienten und werden nach dem Vidieren automatisch in die AL Hygiene gestellt. Von dieser Arbeitsliste kann der Hygieniker die Formulare auf Vidiert und gesehen und somit diese aus der Arbeitsliste entfernen.