Zwangsmaßnahmen (COME) Länder- und Regionenspezifika AT - Einrichten von Anordnungen gemäß Unterbringungsgesetz
AT - Einrichten von Anordnungen gemäß Unterbringungsgesetz
Sie können die Dokumentation von Zwangsmaßnahmen gemäß Unterbringungsgesetz in den Formularen Zwangsmassnahmen Anordnung und Zwangsmassnahmen Durchfuehrung anhand von einigen Katalogen in ORBIS konfigurieren.
Diese Konfiguration basiert auf einer Reihe von Katalogdefinitionen, die in dieser Übersicht zusammenfassend dargestellt werden.

Wichtig

important Label
Vor der Konfiguration der Kataloge muss die Datei ATKataloge.set in der Systempflege importiert werden. Weitere Informationen dazu finden Sie in Kapitel AT - DaMe-Versand: Meldung der Zwangsmaßnahmen ans Vertretungsnetz.
1. Katalog COME Einschraenkung nach UGB (LID: COMEEINSCHRAENKUNGUBG) einrichten.

Wichtig

important Label
Da jede Maßnahme an das Vertretungsnetzwerk gemeldet werden muss, dürfen Sie in diesem Katalog keine eigenen Einträge hinzufügen.
Katalogelement
Beschreibung
ZT 1 des Eintrags
Enthält die Sortierung.
ZT 3 des Eintrags
Muss #UGB# enthalten, um den jeweiligen Eintrag anzuzeigen.
ZT 4 des Eintrags
Muss #SONSTIGES# enthalten, falls ein zusätzliches Textfeld zum jeweiligen Eintrag angezeigt werden soll.
ZT 5des Eintrags
Dürfen Sie nicht ändern, weil dieser die Bezeichnungen für den Versand enthält.
Weitere Informationen finden Sie im Kapitel COME Einschraenkung nach UGB (LID: COMEEINSCHRAENKUNGUBG).
2. Anzeige des Katalogs im Formular mit der Bezeichnung Art der Einschränkung nach UbG einrichten.
Katalog(element)
Beschreibung
Katalog COME Zwangsmassnahmen Art
LID: COMEZWANGMART.
In diesem Katalog müssen Sie einen Eintrag mit der LID EINSCHRAENKUNGUBG hinzufügen. Die Bezeichnung des Eintrags kann frei gewählt werden, z. B. "Einschränkung nach UbG".
ZT 3 des Eintrags EINSCHRAENKUNGUBG
Muss #UBG# enthalten.
ZT 5 des Eintrags EINSCHRAENKUNGUBG
Muss #UBG# enthalten.
Weitere Informationen finden Sie im Kapitel COME Zwangsmassnahmen Art (LID: COMEZWANGMART).
3. Anzeige des Katalogeintrags mit LID EINSCHRAENKUNGUBG einrichten.
Katalog(element)
Beschreibung
Katalog COME Anordnung Art
LID: COMEANORDART.
In diesem Katalog müssen Sie einen Eintrag mit der LID UNTERBRINGUNG hinzufügen. Die Bezeichnung des Eintrags kann frei gewählt werden, z. B. "Freiheitsbeschränkende Maßnahme".
ZT 2 des Eintrags UNTERBRINGUNG
Muss #UBG# enthalten.
ZT 4 des Eintrags UNTERBRINGUNG
Muss #FUERSORGE# enthalten. Dieser Zusatztext stellt sicher, dass der Versand an das Vertretungsnetzwerk bei diesem Anwendungsfall nicht bei der Anordnung, sondern erst bei der Durchführung stattfindet. Somit findet bei der Anordnung kein DaMe-Versand statt.
Soll auf einer bestimmten Fachabteilung oder Station nur dieser Katalogeintrag angezeigt werden, kann dies mit einer Orgaebenenzuordnung zum Katalog eingestellt werden.
Ist für eine Orgaebene nur ein Katalogeintrag dargestellt, wird dieser vorausgewählt.
Weitere Informationen finden Sie im Kapitel COME Anordnung Art (LID: COMEANORDART).
4. Anzeige im Katalog COME Rechtliche Voraussetzungen Massnahme (LID: COMEREVOR) einrichten.
Katalogelement
Beschreibung
ZT 5 des Eintrags Selbstgefährdung
Muss #FUERSORGE# enthalten.
ZT 5 des Eintrags Fremdgefährdung
Muss #FUERSORGE# enthalten.
Diese beiden Einstellungen haben zur Folge, dass nur noch diese beiden Einträge im Anordnungsformular angezeigt werden. Wird im Anordnungsformular die Option Fremdgefährdung ausgewählt, erscheinen weitere Dokumentationsmöglichkeiten und es kann angegeben werden, ob eine unmittelbare Fremdgefährdung der Personengruppen aus dem Katalog COME unmittelbare Fremdgefaehrdung UBG (LID: COMEFREMDGEFUBG) besteht.
Weitere Informationen finden Sie im Kapitel COME Rechtliche Voraussetzungen Massnahme (LID: COMEREVOR).

Weitere Informationen

1. Art von Verletzungen an Patienten, Mitarbeitern (Klinikpersonal) und sonstigen Personen dokumentieren:
Für diese Dokumentation steht der Katalog COME Verletzungen der Personen (LID: COMEVERLETZUNGPERS) zur Verfügung.
2. Wird die Anordnung vidiert und erneut geöffnet, kann das Durchführungsprotokoll angelegt werden. In der Zwangsmassnahmen Durchfuehrung wird der Vollzug der Maßnahme nun speziell für die Anforderung einer Einschränkung nach UbG dargestellt. Es erscheint eine Liste mit den Spalten Maßnahme, Beginn Datum, Beginn Zeit, Ende Datum, Ende Zeit, Durchgeführt von und Anmerkungen. Ist die Liste leer, ist das Feld für die Maßnahme ein Pflichtfeld. Zur Auswahl für die Maßnahme stehen alle in der Anordnung ausgewählten Maßnahmen aus dem Katalog, welche auch im Feld Art der Einschränkung nach UbG angezeigt werden. Mit der Auswahl einer Maßnahme werden die Felder für den Beginn mit dem aktuellen Zeitstempel vorbelegt. Bei der Dokumentation einer Zeit für das Ende der Maßnahme wird automatisch das Feld Durchgeführt von mit dem aktuellen Benutzer vorbelegt.
Wenn das Formular vidiert bzw. abgeschlossen werden soll, muss für jede Zeile, in der eine Maßnahme gewählt wurde, ein Ende Datum, eine Ende Zeit und das Feld für Durchgeführt von dokumentiert sein. Ist das nicht der Fall, werden die Felder als fehlerhaft markiert.

Anmerkung

Note Label
Abhängig von den Systemeinstellungen können diese Felder ausgeblendet sein.
3. Der Benutzer kann Verletzungen und Fremdgefährdung für jede nach UbG erfasste Maßnahme dokumentieren, indem er zu jeder Zeile über das Formular COME Verletzungsdokumentation die entsprechenden Informationen erfasst.
4. Der Versand an die Patientenanwaltschaft erfolgt, falls notwendig, automatisch bei jedem Speichern des Formulars Zwangsmassnahmen Durchfuehrung.
Für die Meldung des Beginns der Maßnahme wird geprüft, ob in einer Listenzeile die Maßnahme sowie das Beginn Datum und die Beginn Zeit ausgefüllt wurden. Ist dies der Fall, werden die Daten für den Versand verwendet und sind nach dem Speichern nicht mehr veränderbar.
Für die Meldung der Beendigung der Maßnahme wird pro Zeile geprüft, ob ein Ende Datum und eine Ende Zeit in der Listenzeile vorhanden sind. Ist dies der Fall, werden diese Daten für die Meldung verwendet und die gesamte Listenzeile ist nach dem Speichern und dem damit einhergehenden DaMe-Versand nicht mehr editierbar.
5. Über Systemadministration > Systemformulare > Systemverwaltung COME können Sie auf der Registerkarte Protokoll > im Abschnitt Ausblendbare Abschnitte > im Feld Nicht-Anzeige auf augewählten Orgaebenen angeben, welche Abschnitte der Zwangsmaßnahmen Durchführung Sie stations- bzw. fachabteilungsspezifisch ausblenden möchten.
Dazu gehören die Abschnitte Auffälligkeiten, Ergriffene Maßnahme, Einzelbetreuung, Unterbrechung sowie Kontrolle durchgeführt wie verordnet und Komplikationen.
6. Informationen über die Konfiguration des DaMe-Versands nach UGB finden Sie in Kapitel DaMe-Versand: Meldung der Zwangsmaßnahmen ans Vertretungsnetz für Österreich.