Verwaltung der hochteuren Medikamente (HED) HED-relevante Konfiguration in ORBIS Medication Voraussetzungen für eine korrekte HED-Erfassung
Voraussetzungen für eine korrekte HED-Erfassung
In dem Fall, dass die Wirkstoff-ID nicht in der MaWi-Wirkstoffendatenbank gefunden wird, kann diese Information manuell mit derselben in der HED-Liste definierten Stoff-ID ergänzt werden.
Ein Artikel in MaWi und ein qualifiziertes Produkt sind korrekt konfiguriert, mit allen Informationen bezüglich Zusammensetzung und Dosiereinheiten.
Die Verordnung ist einem qualifizierten Produkt zugeordnet und der Wirkstoff dieses Produkts ist in der HED-Nomenklaturliste aktiv.

Verordnung und Dokumentation einer Verabreichung von zusatzentgeltrelevanten Arzneimitteln in ORBIS Medication

Abbildung 4: Verordnung von zusatzentgeltrelevanten Arzneimitteln in ORBIS Medication:
Wenn die Gabe eines Medikamentes dokumentiert wird, das für HED relevante Wirkstoffe enthält, wird in ORBIS Medication ein Event erzeugt. Der ATC-Code und der Wirkstoff der Verordnung werden mit der Liste der Medikamente der HED-Nomenklatur verglichen. Wenn es in der HED-Nomenklaturliste vorhanden ist, werden die Wirkstoffe, die der verabreichten Menge entsprechen, berechnet und in der Datenbank gespeichert.
Abbildung 5: Dokumentation der verabreichten Menge in ORBIS Medication:
Abbildung 6: Automatisierte Dokumentation in HED der verabreichten Menge:
Die Dokumentation der verabreichten Menge wird in HED (bei geöffneter Akte >Hochteure Medikamenteim Abschnitt geöffnete Akten des Navigationsbereichs) automatisch durchgeführt.

Verwendete Menge

Standardmäßig wird bei der Verabreichung von zusatzentgeltrelevanten Arzneimitteln die Verabreichte Menge in HED berechnet.
Falls es Ausnahmen bezüglich der verbrauchten Menge gibt, kann in HED auch die Verwendete Menge berechnet werden. Dazu muss die Konfiguration im Datenblatt des qualifizierten Produkts geändert werden.
Zugriff: Medikamentenverwaltung >Qualifizierte Produkte> Produkt suchen und es imSuchergebnisauswählen >> Registerkarte Abgabe > FeldGanze Packung pro Einnahmeaktivieren. In diesem Fall wird das Feld Verwendete Menge in dem Verabreichungsdialog für die Berechnung benutzt.
Beispiel: ZE2019-144 Obinutuzumab, parenteral wird krankenhausindividuell vereinbart, dass die Gesamtanzahl der angebrochenen 1000mg-Infusionskonzentrate pro Gabe abgerechnet werden soll.
Für die korrekte Abrechnung dieses Artikels muss im qualifizierten Produkt das Kontrollkästchen Ganze Packung pro Einnahme markiert werden:
Abbildung 7: Dokumentation der verwendeten Menge in ORBIS Medication
In der Verabreichungsansicht unterscheidet sich die Verwendete Menge von der Verabreichten Menge: es wird Verwendete Menge für die Berechnung in HED benutzt.
Die Dokumentation der verwendeten Menge wird in HED (bei geöffneter Akte >Hochteure Medikamenteim Abschnitt Geöffnete Akten des Navigationsbereichs) automatisch durchgeführt:

Konstellationen, in denen HED die Wirkstoffmengen nicht berechnen kann

Die Wirkstoff-ID und die Wirkstoffmengen sind nicht korrekt konfiguriert und entsprechen nicht der HED-Nomenklaturliste.
Die Grundeinheiten in der MaWi und in den qualifizierten Produkten sind nicht identisch oder die entsprechenden Äquivalenteinheiten sind nicht richtig definiert.
Das verordnete Medikament ist nicht als qualifiziertes Produkt konfiguriert.
Bei Mischinfusionen kann nur das Hauptprodukt als HED-Medikament berechnet werden. Der Träger- oder Zusatzstoff wird nicht berücksichtigt.
Es ist wichtig, dass die HED-relevanten Arzneimittel immer als Hauptprodukt verordnet werden.
Die medizinisch verwendeten Verabreichungswege entsprechen nicht den in der HED-Nomenklaturliste verwendeten Referenzwegen: es muss ein Mapping über die Zuweisung des Referenzwegs zum medizinisch verwendeten Verabreichungsweg erfolgen.
Der Mengenkalkulator kann aus den HED-Dokumentationen die Stoffgruppeneinträge nur ableiten, wenn die jahresbezogene Zuweisung von den HED-Einträgen zum Patientenfall-Aufnahmedatum passt, sonst erscheint im ADM Mengenkalkulator >Meldungen Mengenkalkulator> Meldungen >HEDdie MeldungIdentifikation des EntityBO.
Beispiel: Fallaufnahmedatum in 2020, HED-Einträge von 2019 mit QCAL Stoffgruppeneinträgen aus 2019: