Berechnungsmethoden für eine Nachbestellung
Berücksichtigung von Patienten in einer Nachbestellung
Bei Nachbestellungen werden die folgenden Fallarten berücksichtigt:
• Stationäre Fälle.
• Teilstationäre Fälle.
Jedoch werden ambulante Fälle ausgeschlossen.
Es werden alle offnen Fälle für den Nachbestellungszeitraum ab der Ausführungszeit der Nachbestellung bis zum Ende des Nachbestellungszeitraums berücksichtigt, und die Anwesenheit eines Patienten im gesamten Abgabezeitraum wird überprüft (auch in der Zukunft in Bezug auf die Ausführungszeit).
Einige Beispiele:
• Ankunft eines Patienten nach der Ausführungszeit einer Nachbestellung
Der Nachbestellungszeitraum erstreckt sich von 9 Uhr bis 8:59 Uhr des Folgetages. Die Nachbestellung wird um 7 Uhr gestartet. Alle Patienten, die bis um 8:59 Uhr des Folgetages ankommen, werden in der Nachbestellung berücksichtigt, auch wenn der Patient zum Zeitpunkt der Nachbestellung noch nicht anwesend ist.
• Abwesenheit von Patienten während des Nachbestellungszeitraums
Für die gleiche Nachbestellung wird um 12 Uhr eine Neuermittlung gestartet. Wenn ein Patient um 11 Uhr entlassen wird, wird er in dieser Nachbestellung nicht berücksichtigt, da sein Fall nach der Ausführungszeit der Nachbestellung nicht als aktueller Fall gilt.
• Wiederholter Aufenthalt
Eine Nachbestellung wird am Montag um 18 Uhr für einen Abgabezeitraum gestartet, der sich am Dienstag von 8 Uhr bis 23:59 Uhr erstreckt. Ein Patient wird am Dienstag um 9 Uhr für eine Behandlung aufgenommen. Er wird bei der Nachbestellung des Vortages berücksichtigt, da sein Fall als aktueller Fall gilt und er während des Abgabezeitraums anwesend ist.
Berechnung kontinuierlicher Anordnungen
Bei der Nachbestellung für kontinuierliche Anordnungen wird durch Umrechnung in die Abgabeeinheit die Menge des Medikaments berechnet, die im Abgabezeitraum benötigt wird. Im Einnahmeplan der Patientenansicht im Apothekenarbeitsplatz wird die Menge an den Beginn des Abgabezeitraums zur entsprechenden Tageszeit gestellt. Diese Menge deckt den Rest des angegebenen Zeitraums ab.
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Anmerkung
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Derzeit werden bei der Nachbestellung bestimmte Zusammensetzungselemente nicht berücksichtigt, wie beispielsweise Beutelwechsel aufgrund der Flussrate.
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Verwaltung von Bedarfsmedikamenten
Die Berechnung der Mengen von Bedarfsmedikation bei der Nachbestellung erfolgt, indem der 24-Stunden-Tag theoretisch in mehrere Zeiträume aufgeteilt wird, wobei sowohl die zulässige Höchstdosis als auch der Mindestabstand zwischen zwei Verabreichungen berücksichtigt wird.
Beispiel
1. Paracetamol 1 Tbl / Einnahme, max. 4 Tbl/24 h
Die Software berechnet theoretisch einen Mindestabstand zwischen zwei Verabreichungen von 6 Stunden (24 h/4 Einnahmen), sodass der Tag in 4 Zeiträume aufgeteilt wird: 0-6 h, 6-12 h, 12-18 h und 18-24 h.
Beim Generieren einer Nachbestellung von Montag 8 Uhr bis Dienstag 10 Uhr werden 5 Tabletten berechnet:
◦ 1 Tbl für die Zeiträume 6-12 h, 12-18 h und 18-24 h am Montag = 3 Tbl
◦ 1 Tbl für die Zeiträume 0-6 h und 6-10 h am Dienstag = 2 Tbl
2. Ibuprofen 400 mg, 1 Tbl alle 8 h
Die Software teilt den Tag in 3 Zeiträume ein: 0-8 h, 8-16 h und 16-24 h.
Beim Generieren einer Nachbestellung von Montag 8 Uhr bis Dienstag 10 Uhr werden 4 Tabletten berechnet:
◦ 1 Tbl für die Zeiträume 8-16 h, 16-24 h = 2 Tbl
◦ 1 Tbl für die Zeiträume 0-8 h und 8-16 h am Dienstag = 2 Tbl
Automatische Ausschlüssen aus der Nachbestellung
Medizinische Gase und nicht signierte Verordnungen werden automatisch aus der Nachbestellung ausgeschlossen.