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Abgabemodus

Im Rahmen der Konfiguration von Bestellarten können individuelle oder gruppierte Bestellungen für eine gesamte Station je nach eingerichteter Abgabeart generiert werden.
Verwendung eines Unit-Dose-Automaten
Die Liste der Medikamente, die als durch einen Unit-Dose-Automaten verwaltet konfiguriert sind, können berücksichtigt werden.
Wenn die Aktivierung nicht für eine Station erfolgt, werden die Medikamente in dieser Liste manuell mit dem in den Medication-Einstellungen festgelegten Abgabemodus verarbeitet.
Anderer Abgabemodus
Patientenbezogen:
Ermöglicht die tägliche bzw. wöchentliche patientenbezogene Medikamentenabgabe. Es können Bestellungen pro Patient für einen ausgewählten Nachbestellungszeitraum generiert werden. Der Apotheker bzw. PTA validiert eine Bestellung pro Patient.
Falls die Verwaltung der Schrankbestände aktiviert ist, werden die Bestände auch pro Patient verwaltet (siehe Abschnitt „Verwaltung der Schrankbestände“).
Kumulativ:
Ermöglicht die kumulative Medikamentenabgabe. Es können alle einzelnen Bestellungen zusammengefasst werden, um eine Gesamtmenge zu generieren, die pro Produkt zu liefern ist. Der Apotheker bzw. PTA validiert eine Bestellung für die gesamte Station bzw. die gesamte Stationsgruppe.
Falls die Verwaltung der Schrankbestände aktiviert ist, werden die Bestände auch pro Stationsschrank verwaltet, mit Ausnahme der Produkte mit der Eigenschaft Patientenbezogen (siehe Abschnitt „Verwaltung der Schrankbestände“).

Bestandsverwaltung

Einstellung
Beschreibung
Verwaltung der Schrankbestände
Sie können die Verwaltung der Schrankbestände aktivieren oder deaktivieren.

Anmerkung

Note Label
Es handelt sich hierbei um eine Verwaltung der Bestände, die sich in den Schränken einer Station befinden (Abgabebestand oder Verbrauchsbestand nach Lieferung einer Bestellung). ORBIS Medication dient nicht der Verwaltung der Gesamtbestände der Apotheke.
Bestand bei der Nachbestellung berücksichtigen
Aktiviert: Bei der Berechnung der abzugebenden Menge wird der tatsächliche Bestand zum Zeitpunkt der Nachbestellung nach folgendem Modell berücksichtigt:
Abzugebende Menge = Angeforderte Menge – tatsächlicher Bestand
Für die Bestellungen gilt Folgendes:
Bei einer patientenbezogenen Bestellung oder Bestellung eines Produkts mit der Eigenschaft Patientenbezogen entspricht der tatsächlich berücksichtigte Bestand dem Bestand des Patienten.
Bei einer kumulativen Bestellung entspricht der tatsächlich berücksichtigte Bestand dem Schrank der Station.
Wenn die Option Bestand bei der Nachbestellung berücksichtigen deaktiviert ist, wird bei der Berechnung der tatsächliche Bestand nicht berücksichtigt und die abzugebende Menge folgt dem folgenden Muster:
Abzugebende Menge = Menge

Anmerkung

Note Label
Die Konfiguration kann folgendermaßen erfolgen:
pro Produkt (in der Verbrauchsbestandsdatei) anhand der Einstellung Überschussverwaltung aktivieren oder deaktivieren.
für alle nachbestellten Produkte, die in der Verbrauchsbestandsdatei einen tatsächlichen Bestand aufweisen.
für kein nachbestelltes Produkt.
Automatische Erstellung des Bestands
Aktiviert: ORBIS erstellt für den Standardschrank eine Verbrauchsbestandsdatei für alle Produkte, die in einer verbrauchsbasierenden Nachbestellung enthalten sind und zudem folgende Eigenschaften aufweisen:
sie weisen ein Datenblatt auf (qualifiziertes Produkt)
für sie wurde in keinem der mit der Station bzw. der Stationsgruppe verknüpften Schränke eine Verbrauchsbestandsdatei gefunden.

Anmerkung

Note Label
Sie können eine Bestandsdatei für dieses Produkt verwalten, um einen separaten Abgabebestand zu verwalten. Bei einer verbrauchsbasierenden Nachbestellung wird in diesem Fall für den Standardschrank eine Bestandsdatei erstellt.
Im Falle einer patientenbezogenen Bestellung oder Bestellung eines Produkts mit der Eigenschaft Patientenbezogen erstellt das System:
eine Bestandsdatei für den Patienten
eine Bestandsdatei für den Stationsschrank, sofern noch keine vorhanden ist.
Im Falle einer kumulativen Bestellung erstellt das System eine Bestandsdatei für den Stationsschrank.
Wenn die Option Automatische Erstellung des Bestands deaktiviert ist, erstellt ORBIS keine automatische Verbrauchsbestandsdatei.

Anmerkung

Note Label
Wenn keine Verbrauchsbestandsdatei erstellt wird (weder automatisch noch manuell), ist die Berücksichtigung des Bestands bei der Berechnung der Nachbestellung nicht möglich.
Automatische Inventur des theoretischen Bestands für die neuen Nachbestellungen
Aktiviert: Bei jeder neuen Ausführung der Nachbestellung wird eine automatische Aktualisierung des theoretischen Bestands anhand des tatsächlichen Bestands durchgeführt.

Anmerkung

Note Label
Die Aktualisierung des theoretischen Bestands anhand des tatsächliches Bestands erfolgt nicht bei Neuermittlungen, so wodurch sich bei Anordnungsänderungen die Änderungen an den Bestellungen nicht auswirken, wenn die Einnahmen noch nicht verabreicht wurden.
Sie können immer den theoretischen Bestand bei der Berechnung der zu liefernden Mengen berücksichtigen, indem Sie die Einstellung Bestand bei der Nachbestellung berücksichtigen aktivieren und auswählen, ob dies auf folgende Produkte zutrifft:
alle Produkte
Produkte, bei denen die Überschussverwaltung in der Bestandsdatei des Schranks aktiviert ist.
Die Produkte des Typs 'Das Medikament wurde einem Patienten zugeordnet' berücksichtigen
Aktiviert: Bei der Nachbestellung wird die Konfiguration Patientenbezogen aus dem Datenblatt berücksichtigt. In diesem Fall wird dem Produkt ein Patientenbestand zugeordnet, auch wenn die Konfiguration der Nachbestellung kumulative Bestellungen vorsieht.

Anmerkung

Note Label
Im Falle eines Produkts mit der Eigenschaft Patientenbezogen in einer kumulativen Bestellung basiert die Berechnung auf den individuellen Patientenbeständen, aber es gibt eine einzige kumulative Bestellung, die für alle Stationen zu bestätigen ist.
Deaktiviert: Bei der Nachbestellung wird die Konfiguration Patientenbezogen aus dem Datenblatt nicht berücksichtigt, und das Produkt wird der ausgewählten Konfiguration entsprechend verwaltet:
als patientenbezogene Bestellung mit einem Patientenbestand.
als kumulative Bestellung mit einem Schrankbestand der Station.
Fehlmengenverwaltung
Aktiviert: Bestellungen mit noch zu liefernden Mengen werden beibehalten. Das System vergleicht die Menge, die ursprünglich nach der Berechnung der Nachbestellung zu liefern war (mit oder ohne Verwaltung der Schrankbestände, entsprechend der ausgewählten Konfiguration), mit der Menge, die bei der Bestätigung der Bestellung gesendet wurde. Wenn diese Differenz deutlich unter 0 liegt, wird eine Bestellung mit der Restmenge im Status Zu liefern generiert.

Anmerkung

Note Label
Die ursprünglich zu liefernde Menge weicht ggf. von der im Rahmen der Nachbestellung angeforderten Menge ab, da letztere den tatsächlich vorhandenen Bestand nicht berücksichtigt.
Deaktiviert: Auch wenn die bei der Bestätigung gesendete Menge unter der ursprünglich angeforderten Menge liegt, wird keine Bestellung mit noch zu liefernden Mengen beibehalten.

Anmerkung

Note Label
Die Fehlmengenverwaltung kann für eine Station oder eine Stationsgruppe, nicht jedoch pro Produkt konfiguriert werden.

Bestätigungsmodus

Die Bestellungen aus der Nachbestellung sind zu bestätigen, um die erforderlichen Mengen an die Schrankverwaltung der Apotheke zu senden.
Modus
Beschreibung
Verbrauch
Durch die Bestätigung einer Bestellung im Abgabemodus Verbrauch werden die gestellten Mengen direkt an die Software für die Schrankverwaltung der Apotheke gesendet. In ORBIS Medication wechseln diese Mengen direkt vom Status Zu liefern in den Status Abgeschlossen.
Anforderung/Lieferung
Durch die Bestätigung einer Bestellung im Abgabemodus Anforderung/Lieferung werden die zu stellenden Mengen an die Schrankverwaltung der Medikamentenverwaltung gesendet. In ORBIS Medication wechseln diese Mengen in den Status Wird ausgeführt. ORBIS Medication wartet, bis die Schnittstelle den Stellvorgang zurückgibt, woraufhin der Status der Bestellung in den Status Abgeschlossen wechselt.

Anmerkung

Note Label
Im Abgabemodus Anforderung/Lieferung wird, wie die Bezeichnung impliziert, von der Software gefordert, die Bestellung von der in der Apotheke bekannten Schrankverwaltung zu stellen. Die Schnittstelle sendet dann an ORBIS Medication zurück, welche Mengen tatsächlich gestellt wurden.