Um Zeit zu sparen, kann ein Verordner die erste Verabreichung direkt beim Erfassen der Anordnung angeben und durchführen (Krankenhauskontext).
Angabe der Verabreichung beim Verordnen
In der Anordnungsübersicht können Sie mithilfe einer Schaltfläche die erste Verabreichung als in diesem Moment (für eine Einnahme, die zum jetzigen Zeitpunkt oder in den nächsten 24 Stunden vorgesehen ist) oder als zum vorgesehenen Zeitpunkt (für eine Einnahme, die in den zwei Stunden vor dem rückwirkenden Erfassen einer Anordnung geplant war) gegeben kennzeichnen. In ORBIS wird je nach Verabreichungsmethode eine Bezeichnung verwendet, die derjenigen von Pflegekräften bei der Dokumentation einer Verabreichung entspricht:
• Für ein intermittierend verordnetes Medikament (oder Aerosol): Erste Einnahme jetzt verabreicht oder Einnahme jetzt verabreicht im Falle einer Einzeldosis.
• Für ein intermittierend kontinuierlich verordnetes Medikament (oder Patch/medizinisches Gas): Erste Verabreichung jetzt gestartet oder Verabreichung jetzt gestartet im Falle einer Einzeldosis.
• Für ein kontinuierlich verordnetes Medikament (oder medizinisches Gas): Verabreichung jetzt gestartet.
Sobald die Verabreichung angegeben wurde, zeigt ORBIS das tatsächliche Datum der Verabreichung an, sowie das ursprünglich geplante Datum, falls sie sich voneinander unterscheiden.
Das Verabreichungsdatum wird in den Anordnungsdetails angezeigt und mit dem Symbol für die Verabreichungsbestätigung gekennzeichnet.
Anmerkung
• Wenn die Dosierung eine Verteilung der Einnahmen in festen Intervallen vorsieht, verschiebt ORBIS die nachfolgenden Verabreichungen gemäß des Anordnungsintervalls.
• Wenn die Dosierung mehrere tägliche Einnahmen vorsieht, können Sie im Dosierungsbereich festlegen, welche Einnahme zuerst verabreicht werden soll (entweder durch Anpassung des Beginndatums der Verabreichung oder durch Verschieben der Uhr, die den Zeitpunkt des Anordnungsbeginns auf dem Tageszeitbalken symbolisiert).
In bestimmten Fällen ist es in ORBIS nicht zulässig, die erste Verabreichung zu verschieben, und die Verabreichung muss auf klassischem Wege validiert werden (beispielsweise über die Patientenkurve):
• Wenn keine Zusammensetzungsdetails angegeben wurden.
• Wenn das verordnete Produkt ein rückverfolgbares Produkt ist.
• Wenn die Anordnung eine Bedingung enthält, die in einem Verabreichungsplan festgelegt wurde.
• Wenn die Anordnung eine Bedingung des Typs Unbekannte Dosis enthält.
Abbrechen einer sofortigen Verabreichung vor der Signierung
Vor dem Signieren können Sie die Angabe über die erste Verabreichung einer Anordnung abbrechen; dazu müssen Sie die Anordnung entsprechend anpassen und dann in der Anordnungsübersicht auf die Schaltfläche Abbrechen klicken.
Bestätigen der Verabreichungen bei der Signierung
Das Speichern der ersten Verabreichung wird erst bei der Signierung wirksam.
Nach dem Signieren wird Ihnen die Verabreichungsbestätigung in der Patientenkurve oder in Ausdrucken der Verabreichungen des Patienten angezeigt (z. B. im Verabreichungsplan).
Anmerkung
Wird die Anordnung mit der Aktion Speichern gespeichert, jedoch nicht signiert, so wird eine direkte Verabreichung, die bereits für die Anordnung angegeben wurde, wieder storniert.
Sonderfall: Anästhesiekontext
Wenn Sie ein Medikament im Rahmen einer Anästhesiedokumentation rückwirkend verordnen, wird die Verabreichung der ersten Einnahme (bzw. der Verabreichungsbeginn mit Flussrate) automatisch zum vorgesehenen Zeitpunkt als durchgeführt gekennzeichnet.
Im Anästhesiekontext wird nicht jede neue Anordnung, die einen Verabreichungsbeginn zu einem späteren Zeitpunkt enthält, automatisch als verabreicht gekennzeichnet.
In jedem Fall können Sie vor dem Signieren der Verordnung die Dokumentation der ersten Einnahme (oder des Verabreichungsbeginns) für jede neue Anordnung aktivieren oder deaktivieren.