Wirkungsweise Situatives Opt Out
Unabhängig davon bleibt dem Patienten die Möglichkeit ad hoc für einen spezifischen Behandlungsfall noch vor Ort beim Arzt oder in der Krankenanstalt zu entscheiden, dass die nachfolgend entstehende Dokumentation nicht in ELGA veröffentlicht werden soll. Diese Form des Widerspruchs nennt man im ELGA Umfeld Situatives Opt Out.
Das Situative Opt Out (kurz: SOO) bezieht sich auf alle ELGA-Dokumenttypen oder zukünftig auf ein Präparat der eMedikation.
Das SOO wird Personenbezogen für einen fixen Zeitraum und unabhängig von adminstrativen Falldaten, oder Fallbezogen auf einen administrativen Behandlungsfall hin dokumentiert.
Beide Varianten haben Vor- und Nachteile in der Handhabung und wirken sich wie folgt aus.
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Art des SOO
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Beginn
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Gültigkeit (Ende)
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Erklärung
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Personen-bezogenens SOO
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Zeitpunkt der Dokumentation (Systemdatum und Uhrzeit)
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bis zum festgelegten Ende-Datum.
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Das Ende-Datum kann durch einen Default Wert vorgegeben werden (60 Tage) und durch einen Maximalwert eingeschränkt werden. Es werden keine Dokumente an ELGA übermittelt, die in diesem Zeitraum vidiert werden.
Beim SOO personenbezogen ist das Event Entlassung als Zeitpunkt der Referenzierung unter Umständen gefährlich, da die Vidierung auch deutlich nach Entlassung für einen stationären Arztbrief erfolgen kann. Hierzu sind die Sonderregelungen mit dem ELGA-Bereich anzuwenden, wenn korrekt übermittelt werden soll.
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Fall-bezogenes SOO
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Zeitpunkt der Dokumentation für den Fall
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für die gesamte Fortdauer des administrativen Falls
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Das Fallbezogenen SOO gilt für den gesamten administrativen Fall und somit ohne zeitliche Einschränkung.
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Das SOO kann für einen Aufenthalt nur einmal ausgesprochen werden. Eine Entscheidung Pro-Contra im Wechselspiel ist durch den Gesetzgeber nicht vorgesehen. Eine Verlängerung der SOO (personenbezogen) kann administriert werden. Eine Stornierung des SOO bei Fehldokumentation ebenfalls.
Fallbezogenes Situatives Opt Out
Das fallbezogene Opt Out wird auf Basis des administrativen Falles des Patienten dokumentiert und kann sowohl für stationäre wie auch ambulante Fälle ausgesprochen und dokumentiert werden.
In der Regel erfolgt die Dokumentation während des Aufnahmeprozesses kann jedoch auch jederzeit in den Personen / Falldaten des Patienten nachgetragen werden.
Der Patient muss nicht explizit auf die Möglichkeit des SOO aufmerksam gemacht werden, es reicht ein gut lesbarer Aushang in der Aufnahmekanzel oder an geeigneter Stelle.
Dokumentation in NICE für stationäre Fälle:
Für stationäre Fälle findet sich in den Personen / Falldaten in der Registerkarte Fallbezogene Daten eine neue Registerkarte ELGA-Kennzeichen.
Wurde die Aufnahme bereits gespeichert, muss für die Bearbeitung die Schaltfläche
Bearbeiten gedrückt werden, um in den Bearbeitungsmodus zu wechseln.
Andernfalls ist das Kontrollkästchen Situatives Opt-Out aktiv seit inaktiv bis der Bearbeitungsmodus aktiviert ist.
Im Bearbeitungsmodus ist das Kontrollkästchen aktiv und das SOO kann dokumentiert werden.
Das Kontrollkästchen wurde aktiviert und als Startpunkt des SOO das Systemdatum der Dokumentation (aktuelles Datum und Uhrzeit) nicht änderbar vorbelegt.
Dokumentation in NICE für ambulante Fälle:
Die Dokumentation für ambulante Fälle erfolgt analog der Dokumentation für stationäre Fälle, lediglich die Registerkarte Fallbezogene Daten hat eine veränderte Position im Ordner Personen / Falldaten.
Wird das Kontrollkästchen für das fallbezogene SOO gesetzt, wird das Systemdatum von NICE als Startdatum eingetragen und das SOO bezieht sich auf den administrativen Fall für den aktuell dokumentiert wurde.
Personenbezogenes Situatives Opt Out
Eine valide Variante zur Dokumentation des SOO nutzt die personengebundene Dokumentation ohne administrativen Fallbezug.
Im Gegensatz zum fallbezogenen SOO, bei dem die Gültigkeit des Falls den Zeitraum für das SOO vorgibt, muss dies beim personenbezogenen Opt Out manuell durch eine zeitliche Eingrenzung oder per konfigurierten Default erfolgen.
In den Personen / Falldaten ist bei entsprechender Konfiguration nebem den Personen-Kennzeichen eine zusätzliche Registerkarte mit ELGA-Kennzeichen aktiv. Hier findet sich neben dem IV-Kennzeichen auch die Dokumentation des Situativen Widerspruch (Opt Out).
Wird das Kontrollkästchen für den Widerspruch aktiviert, wird das Startdatum mit dem aktuellen Systemdatum in NICE vorgbelegt. Anschließend muss ein Ende Datum eingetragen werden, falls dies nicht durch einen Default (Konfiguration in Tagen) vorbelegt worden ist. Die Vorbelegung kann beliebig in die Zukunft ab Systemdatum abgeändert werden, wenn kein Maximalwert konfiguriert wurde.
Zusätzlich kann ein Maximalwert konfiguriert sein, der in der Eingabe nicht überschritten werden darf. Eine entsprechende Hinweismeldung weist den Anwender darauf hin.
Ist weder ein Default noch ein Maximalwert konfiguriert kann die Gültigkeit durch Eingabe von Tagen oder durch Eingabe des Enddatums erfolgen. Die Felder bedingen und aktualisieren sich entsprechend gegenläufig.