ORBIS Medication Hilfe beim Verordnen Anordnungsbezogene Sicherheitshinweise
Anordnungsbezogene Sicherheitshinweise
Während der Verordnung zeigt ORBIS die Sicherheitshinweise an, die bei der Anordnungsüberprüfung ausgelöst werden.
Die Sicherheitshinweise werden bei jedem Bearbeiten und Absetzen einer Anordnung ermittelt. Bestimmte Sicherheitshinweise können während der Erstellung einer Anordnung ermittelt werden (Beispiel: dosierungsrelevante Sicherheitshinweise, Sicherheitshinweise zu medikamentösen Wechselwirkungen usw.).
Um das Datum der letzten Überprüfung der Anordnungen eines Patienten schnell bestimmen zu können, wird dieses in einer separaten Zeile unter den Sicherheitshinweisen für die gesamte Verordnung angezeigt.
Der Text dieser Zeile ist hellblau unterlegt, falls die Ermittlung der Sicherheitshinweise weniger als 24 Stunden zuvor durchgeführt wurde; andernfalls ist sie hellgelb unterlegt.

Zugriffspfad in ORBIS

In der Symbolleiste der Verordnungsansicht werden Sie dank des Kennzeichens der Sicherheitshinweise darüber informiert, dass mindestens ein Sicherheitshinweis vorhanden ist.
Das Kennzeichen der Sicherheitshinweise zeigt den höchsten Schweregrad für alle Anordnungen an. Sie können die Details zu den Sicherheitshinweisen der gesamten Verordnung anzeigen, indem Sie auf das Kennzeichen klicken, wobei zuerst die Arten der Sicherheitshinweise und anschließend deren jeweiliger Schweregrad angegeben wird.
Im Signierdialog wird die Übersicht der Patientendaten angezeigt, die an das Arzneimittelverzeichnis übermittelt und für die Ermittlung der Sicherheitshinweise berücksichtigt werden.

Überprüfung der Anordnungen

ORBIS Medication unterscheidet zwischen:
teilweise überprüften Anordnungen (das Körpergewicht des Patienten fehlt beispielsweise)
nicht vom Arzneimittelverzeichnis überprüfbaren Anordnungen (unbekanntes oder nicht gesichertes Produkt)
überprüften Anordnungen
Nach der Verordnungsüberprüfung werden Sicherheitshinweise an jede Anordnung und an die in jeder Anordnung verordneten Produkte angefügt.
Für Anordnungen mit freinamenbasierten Produkten ermittelt ORBIS Medication die Sicherheitshinweise basierend auf dem Referenzprodukt mit Handelsnamen (standardmäßig ausgewähltes Produkt auf der Registerkarte Gebinde des Datenblatts).

Informationen zur Pharmakovigilanz

Wenn Sie ein Medikament verordnen, für das Medic, das durch das Arzneimittelverzeichnis MMI bereitgestellt wird, eine Meldung im Rahmen der Pharmakovigilanz anzeigt, wird Ihnen ein Hinweiszeichen angezeigt, wenn für das Produkt ein Rote-Hand-Brief vorhanden ist: Das Symbol zum Zugriff auf Dokumente wird in Rot angezeigt.
Wenn Sie Dokumente des Hauptmedikaments einsehen, wie z. B. die Fachinformation, können Sie er auch Informationen zur Pharmakovigilanz aus dem Arzneimittelverzeichnis einsehen.
Folgende Arten von Dokumenten können angezeigt werden:
Rote-Hand-Brief (Medic)
Im Datenblatt festgelegte Dokumente (ORBIS)
Fachinformation (MMI)
Arzneimitteländerungen (Medic)
Blaue-Hand-Brief (Medic)

Anmerkung

Note Label
Falls mehrere Dokumente desselben Typs von Medic zur Verfügung gestellt werden, sind diese nach Datum sortiert, beginnend beim aktuellsten.
Bei freinamenbasierten Produkten wird für jede mit dem Produkt verknüpfte PZN ein Rote-Hand-Brief angezeigt. Die ersten Dokumente beziehen sich auf die für das Produkt festgelegte Haupt-PZN.

Einschränkung

restriction Label
Um beim Verordnen über Informationen zur Pharmakovigilanz verfügen zu können, muss eine Verbindung mit dem Medic-Dienst des Arzneimittelverzeichnisses hergestellt werden. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem Systemadministrator.

Sicherheitshinweise zur Nierenfunktion (nur AT)

Wenn in Ihrer Betriebsstätte das Arzneimittelverzeichnis Diagnosia verwendet wird, können Sie die Sicherheitshinweise zur Nierenfunktion des Patienten einsehen. Für jeden Sicherheitshinweis werden in dessen Kopfzeile das Produkt, der Wirkstoff und die entsprechende Form (systemisch, topisch, parenteral, enteral) angegeben. Der GFR-Wert des Patienten sowie das Datum der Wertbestimmung werden ebenfalls angegeben. In den Einzelheiten des Sicherheitshinweises wird die dem GFR-Wert des Patienten entsprechende Empfehlung fett markiert.

Anmerkung

Note Label
Falls der GFR-Wert nicht verwendbar ist (nicht vorhanden, in einer falschen Einheit oder zu alt), wird ein Sicherheitshinweis mit dem Schweregrad Keine eindeutige Bewertung/Unbestimmt angezeigt, der darauf hinweist, dass die Sicherheitshinweise zur Nierenfunktion nicht ermittelt werden können.
Bei dem Nierenwert aus dem Labor muss es sich um einen GFR-Wert handeln.
Es wird nur der letzte Nierenwert verwendet; dieser darf nicht älter als 3 Monate sein und muss in ml/min angegeben sein.
Falls der GFR-Wert im Normalbereich liegt (≥ 90 ml/min), wird kein Sicherheitshinweis zur Nierenfunktion angezeigt.
Der Katalogeintrag, der für das Abrufen des Nierenwerts verwendet wird, ist in den Patientendaten angegeben.
Diagnosia akzeptiert keine Patientendaten für die Ermittlung der Sicherheitshinweise. Allerdings werden bestimmte Patientendaten in ORBIS Medication verwendet, um bestimmte Elemente in den ausgegebenen Sicherheitshinweisen hervorzuheben.
Diese Patientendaten werden angezeigt und mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet.

ACHTUNG

caution-patient-safety Label
Sicherheitshinweise zu Sicherheitshinweise zur Nierenfunktion mit dem Arzneimittelverzeichnis Diagnosia finden Sie im Kapitel Anweisungen, Warnungen und Sicherheitshinweise bezüglich des Arzneimittelverzeichnisses.